Logo AVPArbeitskreis Verlags-Pressesprecherinnen und -Pressesprecher e.V.

Herzlich Willkommen

Der Förderverein AVP Arbeitskreis Verlags-PR e.V. ist eine eigenständige Interessenvertretung von Beschäftigten in Pressestellen und Öffentlichkeitsabteilungen von Verlagen sowie von freiberuflich tätigen Kolleginnen und Kollegen. Hauptaufgabe des AVP ist die Stärkung des Berufsbildes des Verlags-Pressesprechers. In regionalen und überregionalen Treffen fördert der AVP zudem den Erfahrungsaustausch innerhalb dieser Berufsgruppe.

 

Aktuelles

08.02.2021
Großer Zuspruch bei digitaler Jahrestagung und neue AVP-Vorsitzende
Der AVP hat sich am 5. Februar digital zu seiner 27. Jahrestagung getroffen. Bei der Mitgliederversammlung im Vorfeld der Tagung wurde Gisa Wörlein, Pressesprecherin des LeseLounge e. V., zur neuen ersten Vorsitzenden gewählt. Sie folgt auf Stefanie Endres von Politycki & Partner, die sich nach drei Jahren als erste Vorsitzende in die Elternzeit verabschiedete. Die anderen Vorstandsmitglieder wurden bei der Wahl in ihrem Amt bestätigt: Mathias Voigt (PR-Agentur Literaturtest, 2. Vorsitzender), Christina Herborg (Piper Verlag, Finanzvorstand), Charlotte Künne (Vier-Türme-Verlag, Schriftführerin) und Sonja Hahn (Kommunikationsagentur ehrlich & anders, Pressesprecherin).

Der Zuspruch zur digitalen Jahrestagung war enorm: 170 Kolleg*innen aus Presseabteilungen und Agenturen nahmen an den Workshops teil und nutzten die digitalen Tools zur Vernetzung untereinander. »Wir freuen uns sehr, dass so viele Kolleg*innen an unserer ersten digitalen Jahrestagung teilgenommen haben und alles reibungslos abgelaufen ist. Unser Online-Angebot hat viele Mitglieder zu einer Teilnahme animiert, die vorher vielleicht die Reise gescheut hätten. Trotzdem hoffen wir, die nächste Jahrestagung wieder als physische Veranstaltung umsetzen zu können«, sagen die Vorsitzenden Gisa Wörlein und Mathias Voigt.

12.01.2021
Überzeugend: AVP vergibt zwei Wildcards für digitale Jahrestagung
Der AVP vergibt zwei Wildcards für die nächste Jahrestagung am 5. Februar2021. Bis Mitte Dezember konnte sich der Verlags-PR-Nachwuchs mit einer innovativen Pressemeldung bewerben. Die überzeugendste Einreichung kam in diesem Jahr aus Zürich: Sina Müller, Volontärin bei Diogenes, hat mit ihrer kreativen Bewerbung inhaltlich und formal begeistert. Neben der kostenfreien Teilnahme an der digitalen Jahrestagung erhält sie eine Jahresmitgliedschaft, sowie ein Mentoring durch eine erfahrene AVP-Kollegin für ein Jahr. Doch auch Stefanie Binder, Pressevolontärin beim Carl Hanser Verlag, hat gezeigt, dass ungewöhnliche PR effektiv wirken kann. Sie erhält die zweite Widcard, die eine Teilnahme an der Jahrestagung umfasst.

"Dass wir in diesem Jahr gleich zwei Nachwuchs-PR-Talente unterstützen können, freut uns sehr. Beide Bewerberinnen haben gezeigt, dass es sich in der PR lohnt, neue Wege zu gehen und sprachlich über den Tellerrand zu blicken", so Stefanie Endres, Vorsitzende des AVP. Bereits zum sechsten Mal war der Branchennachwuchs aufgerufen, sich für die Wildcard zu bewerben.

03.12.2020
Nachruf Cornelia Süß (1978-2020)
Nie habe ich damit gerechnet, einmal einen Nachruf auf meine Kollegin Nele Süß schreiben zu müssen. Nicht als sie im letzten Jahr überraschend von einer schweren Erkrankung getroffen wurde, die sie über Wochen in ein Koma fallen ließ, aus dem sie sich langsam wieder wachgekämpft hat. Nicht als sie sich nach langer Rekonvaleszenz in diesem Herbst noch einmal einer schwierigen Operation unterziehen musste. Sie war eine Persönlichkeit mit so viel Kraft, mit so viel positiver Energie, dass ich immer dachte: Die Nele schafft das.

Aber dies wäre kein Nachruf, wenn sie es geschafft hätte.

Kennengelernt habe ich Nele Süß 2007. Sie kam von der Edition Temmen aus Bremen in die Edition Körber nach Hamburg - als gebürtige Münchnerin hatte es sie weit in den Norden verschlagen. Sie begann als Elternzeitvertretung und war ganz schnell so viel mehr als eine Vertretung: eine Kollegin, die die Pressearbeit unseres Verlags über zwei wichtige Jahre geprägt hat, und die der Körber-Stiftung auch nachdem sie nicht mehr für den Verlag arbeitete, weiter verbunden blieb, vor allem als so charmante wie bodenständige Moderatorin.

Und Nele Süß hatte gleich große Lust, sich im AVP zu engagieren: Gemeinsam leiteten wir ab 2007 die Regionalgruppe Nord, und als eine neue AVP-Vorsitzende gesucht wurde, übernahm Nele auch dieses Amt. 2008 und 2009 war sie Erste Vorsitzende und hat mit ihrem Ideenreichtum, ihrem Enthusiasmus und ihrer zupackenden Art in dieser Zeit viel angestoßen, so etwa eine große Weiterbildungskooperation mit dem mediacampus frankurt in Seckbach, auf die sie zu Recht sehr stolz war. 2009 organisierten wir die Jahrestagung in Hamburg, und in meiner Erinnerung gehörte auch dies zu den Höhepunkten ihrer Tätigkeit als AVP-Vorsitzende.

Aus der ersten Reihe trat Nele Süß dann langsam zurück, war 2010 Zweite Vorsitzende, im darauf folgen Jahr Pressesprecherin. Bis 2011 stand sie auch der Regionalgruppe Nord weiter vor, entwickelte auch hier Formate und startete Kooperationen. Ein großes Anliegen war es ihr, jüngeren Kolleginnen und Kollegen den Start ins Berufsleben zu erleichtern und sie auch für den AVP zu begeistern. Ein anderes, die digitalen Möglichkeiten der Pressearbeit zu erschließen, die sozialen Medien zu nutzen: Als begnadete Netzwerkerin hat sie früh verstanden, welche Chancen diese Verknüpfungsstrukturen bieten.

In den folgenden Jahren orientierte sie sich beruflich etwas um, machte eine Coaching-Ausbildung, widmete nur noch einen Teil ihrer Zeit der Pressearbeit und eröffnete schließlich 2015 mit ihrem Mann im höchsten Norden Schleswig-Holsteins ein Tagungshaus. Sorgbrück heißt das Haus, aber es war ein großes Versprechen darauf, Arbeit und Privatleben zu verbinden, auf dem Land und zugleich unter Menschen zu sein - auf ihr Glück.

Denn die Zahlen sagen wenig darüber, was die Zusammenarbeit mit Nele Süß für die Menschen bedeutet hat, die dieses Vergnügen hatten. Nele Süß war ein zutiefst herzlicher Mensch, interessiert an anderen, bereit sich auf das Gegenüber einzulassen - das hat sie zu einer guten Pressesprecherin und Coachin gemacht, vor allem aber zu einer wunderbaren Frau, deren Freundschaft mich in manch schwierigen Situationen getragen hat. Vielleicht weil sie interessiert war an den Menschen, auch an vielen Themen, hatte sie ein profundes Kommunikationstalent, eine große Gabe, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen, Wärme zu verbreiten und sie zu begeistern.

Wenn ich in den letzten Tagen mit Kolleginnen über Nele gesprochen habe, dann ist es vor allem ihr Lachen, an das wir uns erinnern. Dieses laute, freie, grundvergnügte, aus der Tiefe kommende Lachen. Aus einer Tiefe, die auch manchem Zweifel und Schmerz, mancher Enttäuschung wieder eine überwältigende Lebensfreude abgewinnen konnte.

Vor vielen Jahren sang Ina Deter "Wenn du so bist, wie dein Lachen, möchte ich dich wiedersehen". Nele Süß war wie ihr Lachen. Und wir werden sie nicht wiedersehen. Sie starb am 17. November 2020.

Dr. Kerstin Schulz, Edition Körber Hamburg



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